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Die LMG Gäuboden GbR nutzt seit 2008 den Transponder zur Auftragsabwicklung, der damals zum Start der Zuckerrübenkampagne im Einzugsbereich des SZ-Werks Plattling eingeführt wurde. Die Zuckerfabrik in Plattling war das letzte Werk im Südzucker-Verbund, das auf diese fortschrittliche Technik umgestellt hat. Dabei werden die Auftragsdaten der Rübenanbauer auf elektronischem Wege per Funk abgewickelt. Der Begriff Transponder setzt sich zusammen aus den Begiffen Transmitter und Responder und steht für ein Funk-Kommunikationsgerät, das eingehende Signale aufnehmen und beantworten bzw. weiterleiten kann. Im engeren Sinne sind hier also die Funk-Kommunikationsgeräte in unseren Lkw's gemeint.

Schema der elektronischen Auftragsabwicklung per Funk
Schema der elektronischen Auftragsabwicklung per Funk.

 

Der Transponder löst das alte ID-Karten-System (ID-Karte: Identitätskarte) ab. Bei diesem System mußten vor Kampagnebeginn die ID-Karten bei Änderungen in den Mitgliedsbetrieben (Neuaufnahmen, Namensänderungen, ausgeschiedene Rübenanbauer etc.) aktualisiert bzw. neue herausgegeben oder alte eingezogen werden. Jeder Lkw führte ein ID-Kartenbuch mit den ID-Karten (bis zu 400!) der Mitgliedsbetriebe mit sich. Fehler waren so vorprogrammiert, wie z.B. das häufige Verwechseln der Karten bei Namensgleichheit zweier Betriebe oder der Verlust von Karten.

Mit Einführung der Transponder-Technik wollte man diese Probleme und auch die zeit- und kostenaufwendigen Aktualisierungen des Kartenbestandes beseitigen. Künftig konnten auf die ID-Karten im Lkw verzichtet werden. Der Einsatzleiter der LMG Gäuboden erstellt vor Kampagnebeginn den Abfuhrplan für die einzelnen Mitgliedsbetriebe. Die Datensätze der Rübenanbauer, zusammen mit einer graphischen Darstellung der Rübenschläge und deren Anfahrreihenfolge bzw. die zeitlichen Abholtermine (Runde 1 oder Runde 2) werden auf einem GIS-fähigen (GIS: geographisches Informationssystem) Laptop auf der Lademaus eingespielt. Die Aktualisierung findet somit nur noch bei der Lademaus statt! Der Fahrer der Lademaus kann anhand des Routenplans auf der Karte im Bildschirm die entsprechenden Rübenschläge anfahren. Unterstützt wird er durch ein gültiges GPS-Signal (GPS: Global Positioning System, satellitengestütztes System zur weltweiten Positionsbestimmung), das seinen Standort jederzeit anzeigt. Dies ist von Vorteil, besonders bei schlechter Witterung (z.B. Nebel), Nachtanfuhr und/oder Abwesenheit des Landwirts. Ist der Mausfahrer beim Rübenschlag angekommen, so kann er durch Antippen der Graphik sofort alle nötigen Anbauer- und Schlagdaten abrufen. Ein Verwechseln des Anbauers ist in der Regel nicht mehr möglich!

Laptop in Lademaus
Graphische Übersichtskarte der Rübenschläge mit Farbmarkierung für die Abholtermine (Runde 1 /Runde 2) und Positions-
angabe der Lademaus (roter Pfeil, GPS) auf einem GIS-fähigen Laptop. Durch Anklicken eines Rübenschlags erscheinen
die Schlagdaten in einem Extrafenster.

 


Transponder Lkw
In den Lkw's befindet sich ein elektronisches Empfangs- und Sendegerät (der "Transponder"), das die Transponder-Daten der Maus empfangen und in der Zuckerfabrik weitergeben kann. Fährt nun ein Lkw in den Sendebereich der Lademaus, so können die Anbauerdaten nach vorhergehender Anmeldung des Lkw's bei der Lademaus von dieser auf ihn überspielt werden.
 Der eigentliche Transponder: Funk- und Kommunikationsgerät im Lkw.  

 

Maus-Terminal
 Maus-Terminal mit Bildschirmanzeige zum Übertragen der Transponderdaten.

 


 

 

 

 

 

 

Eine Anzeige am Monitor der Lademaus zeigt die angemeldeten und zum Empfang bereitstehenden Lkw's an. Somit kann eine Datenübermittlung an den falschen Lkw - gerade im Parallelbetrieb der Mäuse - verhindert werden. Dies erfordert jedoch eine höhere Aufmerksamkeit der Mausfahrer, die sich nun auch um die Auftragsvergabe kümmern müssen - die Verantwortung liegt jetzt verstärkt bei ihnen. Bisherige Verwechslungen von ID-Karten durch die Lkw-Fahrer und die daraus folgenden falschen Auftragsbuchungen in der Fabrik können aber jetzt wirksam minimiert werden!

 

 

Ist der Lkw in der Zuckerfabrik angekommen, so wird der Transponder durch die HF-Antenne (HF: Hochfrequenz) an der Eingangswaage beim Durchfahren wieder aktiviert und sendet die Transponderdaten automatisch an das Kontrollterminal an der Waage. Der Lkw-Fahrer braucht die dort im Display angezeigten Datensätze nur noch mit der Starttaste an seinem Transponder zu bestätigen und löst dadurch die Verwiegung aus. Sollte es zu Übertragungsproblemen kommen, so können die Anbauerdaten an der Waage immer noch manuell eingegeben werden.

Bereich Eingangswaage vor Rübenhof  Terminal Eingangswaage SZ
 Ein- u. Ausgangswaagen zum Rübenhof mit HF-Antennen und Kontrollterminals.
 Kontrollterminal an der Eingangswaage.

 

Die Transponder-Technik hat die Auftragsvergabe im täglichen Rübentransport erheblich verbessert. Die kosten- und zeitintensive Pflege der Anbauerdaten durch das alte ID-Karten-System ist entfallen. Auf Änderungen der Anbauerdaten - auch während der Kampagne - kann jetzt schneller und einfacher reagiert werden, da die Daten jetzt auf der Lademaus elektronisch verwaltet werden und das Einlesen via Transponder von Maus auf Lkw und von Lkw auf Fabrik erfolgt. Die in der Vergangenheit häufig auftretenden Fehlbuchungen aufgrund von Kartenverwechslungen konnten stark reduziert werden, wenngleich sie auch heute noch, jetzt aber im geringeren Umfang, möglich sind. Die Transponder-Technik in Verbindung mit dem GIS-System ist ein richtungsweisender Baustein in der Rübenabfuhrlogistik, die den geänderten Bedingungen vor Ort (z.B. bei Abwesenheit des Rübenanbauers) Rechnung trägt.

 

 
 

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