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Kampagneplanung 2024
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Die Rübenkampagne (Rübenrodung, -transport und -verarbeitung in der Zuckerfabrik) beginnt je nach Ertragsschätzung Mitte September und endet Anfang Januar. Sie dauert durchschnittlich 120+ Tage. Vor der Schließung des SZ-Werkes Regensburg dauerte eine Kampagne rund. 70 Tage. Massive politische Eingriffe innerhalb der EU in die Zuckermarktordnung (ZMR) machten jedoch die Schließung notwendig. Die Zuckerrüben aus dem Einzugsgebiet des ehemaligen Werks Regensburg verteilen sich nun auf die Werke Rain am Lech und Plattling, wobei letzteres u.a. jetzt auch von unserer Gemeinschaft beliefert wird (zusammen mit neun anderen). Durch die zusätzlichen Rübenmengen in den Werken ergeben sich somit längere Kampagnezeiten.

Die Rodeplanung richtet sich nach der Abfuhrplanung und ist auch weitgehend identisch, jedoch beginnt die Rübenernte mit den Zuckerrübenrodern bereits um ca. 2-3 Tage früher, endet dafür aber schon Mitte November. Der Vorlauf der Roder ist notwendig, um die benötigte Rübenmenge für den reibungslosen Abtransport bereitstellen zu können. Mit dem weiteren Ernte- und Kampagneverlauf roden die Erntemaschinen dann zunehmend auf Lager. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen sollen die Felder abgeräumt werden, damit die Landwirte ihre Felder im Herbst noch bestellen oder für das Frühjahr bearbeiten können, zum anderen wird der Zuwachs an den Rüben mit Fortschreiten der Kampagne immer geringer und das Risiko, daß Wetterverschlechterungen oder Kälteeinbrüche mit Bodenfrost eintreten und so das Roden erschweren, immer größer.

Bei Gründung der LMG Perkam-Kirchroth GdbR 1989 wurden ursprünglich vier (bei kleineren Betrieben weniger) Abholtermine mit einem 14-tägigen Abstand festgelegt. D. h. das gesamte Gebiet mußte viermal durchfahren werden. 2001 wurde in der Generalversammlung mit deutlicher Mehrheit darüber abgestimmt, von vier Terminen zukünftig auf zwei Abholtermine überzugehen. 

Abstimmergebnisse      

 

2008 fusionierte die LMG Perkam-Kirchroth GdbR mit der LMG Alburg-Feldkirchen GbR zur LMG Gäuboden GbR. Die ehemalige LMG Alburg-Feldkirchen fuhr einen dreimaligen Abholturnus durch ihr Gebiet, den einige Mitglieder auch nach der Fusion beibehalten wollten. Für die Kampagne 2009 sind nun alle Betriebe auf zwei Abholtermine umgestellt. Das neue Rode- und Abfuhrgebiet besteht jetzt aus den drei Plangebieten der ehemaligen LMG/RG Perkam und den zwei Plangebieten der LMG Alburg. Die folgende Karte zeigt alle fünf Plangebiete:

Plangebiete

Plangebiete der LMG Gäuboden GbR

  • Plangebiete I - III: ehemals LMG Perkam-Kirchroth GdbR
  • Plangebiete IV u. V: ehemals LMG Alburg-Feldkirchen GbR

(Die Plangebiete für die RG Gäuboden/W GbR sind identisch)

 

Wie bereits erwähnt besteht für die fünf Plangebiete ein zweimaliger Abfuhrplan. Das bedeutet, daß jedes Plangebiet zweimal durchfahren wird; dies gilt sowohl für das Rübenroden als auch für den Rübentransport. Diese fünf Plangebiete lassen sich graphisch als Abfuhrkreislauf darstellen:

Abfuhrkreislauf

Abfuhrkreislauf (zweimaliger Abholtermin)

Diese Graphik zeigt eine beispielhafte Einteilung der Plangebiete nach dem Liefertermin. Zudem zeigt die Größe der Sektionen die zu lieferende Rübenmenge in % an.  Befindet sich ein Landwirt beispielsweise in dem roten Plangebiet, so weiß er, daß sein Plangebiet das zweite in einer Runde ist und seine Rüben im Verhältnis 35% (Runde 1) und 65% (Runde 2) seiner Rübenmenge abgeholt werden. Zu dem ist ersichtlich, ab wann und für welche Plangebiete ein Mietenschutz notwendig wird.

Mit jeder neuen Kampagne werden die fünf  Plangebiete gegeneinander ausgetauscht. Dazu werden die Plangebiete jeweils um zwei Stellen in der Übersichtstabelle der Kampagneplanung nach vorne verschoben bzw. hinten angehängt.


 

 

Abfuhrkreislauf als Kette

Der Abfuhrkreislauf als Kette dargestellt:

Dieses Modell zeigt die beispielhafte Abfuhrreihenfolge der obigen Graphik in einer einfacheren Darstellung: Hier wird nur die zeitliche Anfuhrreihenfolge der Plangebiete in einer fiktiven Kampagne aufgezeigt. Zudem ist die Mengenverteilung in % beim jeweiligen Abfuhrtermin angegeben. Darunter steht die Aufenthaltsdauer in den Plangebieten (reine Abfuhrtage, Sonntage nicht berücksichtigt). Dies ist jedoch nur ein grober Anhaltspunkt, der abhängig vom tatsächlichen Kampagneverlauf abweichen kann!
Diese Graphik wird - jeweils aktualisiert - auch in der Kampagneplanung zur graphischen Darstellung zusammen mit der Gebietskarte (siehe unten) und einer Tabellenübersicht mit der Reihenfolge der Ortschaften in den Plangebieten verwendet.

 

 

Die nachfolgende Karte zeigt, wie die einzelnen Plangebiete in einem fiktiven Kampagneverlauf mit den Erntemaschinen und den Ladegeräten bzw. Lkw´s durchfahren werden. Die Reihenfolge der Plangebiete kann anhand der Plangebietsfarbe und aus der obigen Graphik (Abfuhrkreislauf als Kette) bzw. der Tabelle in der Kampagneplanung entnommen werden. Zusätzlich zeigt die Karte welche Plangebiete ihre Rübenmieten ab der ersten Novemberwoche gegen Frost schützen müssen (Südzuckeraufruf!).

Genauso wie von Jahr zu Jahr die Plangebiete in ihrer Abfuhrreihenfolge ausgetauscht werden, verschieben sich auch innerhalb der Plangebiete der Beginn und das Ende der Rode- und Abfuhrreihenfolge in den Ortschaften. Durch diese Regelung wird verhindert, das ein Landwirt immer nur am Beginn, zur Mitte oder zum Ende der Kampagne hin liefern müßte. Die genaue Reihenfolge ist in der Kampagneplanung, die jedes Jahr Anfang März auf unserer Homepage für die darauffolgende Saison veröffentlicht wird, ersichtlich.

Die Einteilung der Reihenfolge der Plangebiete sowie die Festlegung der Abfuhrreihenfolge innerhalb dieser Gebiete wird von der LMG Ende Juli/ Anfang August an die Rübeninspektion der Südzucker-Fabrik Werk Plattling weitergeleitet. In dieser Planung sind auch die Lkw-Züge des einzelnen Landwirts berücksichtigt, die nach Angabe seiner Zuckerrüben-Schläge im Frühjahr anhand einer Ertragsschätzung berechnet werden (Sollplan). Die benötigten Tagesliefermengen für das Werk während der Kampagne gibt dann die zuständige Rübeninspektion vor. Diese ermittelt auch die Restmengen an Zuckerrüben auf den Schlägen anhand von Rückmeldungen der einzelnen Einsatzleiter der neun verschiedenen landw. Maschinengemeinschaften, die den Rübentransport in ihren Abfuhrgebieten organisieren und den SÜDZUCKER-Agenturen im Einzugsgebiet des Werks.

Detailkarte Beispiel Kampagne

Detailkarte mit Rode- u. Abfuhrreihenfolge in den Plangebieten

 

Eine Besonderheit unserer beider Gemeinschaften stellt das enge Zusammenziehen unserer Rode- und Ladegeräte dar. So roden unsere Zuckerrübenroder jeweils konzentriert in einem Gebiet. So kann es vorkommen, daß auf größeren Schlägen zwei Erntemaschinen gleichzeitig - sofern der Landwirt einverstanden ist oder es von ihm gewünscht wird - roden. Dies führt zu einer hohen Schlagkraft: V.a. am Beginn einer Kampagne kann ein Rodetermin möglichst nahe vor einem Abholtermin gelegt werden. Gerade bei frühen Kampagnebeginn sind oft noch Ertragszuwächse an den Rüben zu erwarten. Umgekehrt kann mit Fortschreiten der Kampagne, wenn zunehmend auf Vorrat gerodet wird, ein Gebiet sehr schnell abgeerntet werden.

Bei den zwei Lademäusen spricht man vom sogenannten "Parallelfahren". D.h. die beiden Lademäuse arbeiten so eng wie möglich beieinander. Vorteile sind v.a. beim Umsetzen an den Rübenmieten zu erkennen: Während eine Lademaus noch Lkw-Züge belädt, kann die andere Lademaus schon zur neuen Rübenmiete umsetzen. Dadurch entstehen so gut wie keine kostenverursachenden Wartezeiten oder Verzögerungen und die Lkw-Züge können zügig ihren Abtransport zum Werk fortsetzen. Dies führt dazu, daß der Fuhrpark optimal an die Kampagne und den Tagesbedarf der Fabrik angepaßt werden kann und keine Überkapazitäten entstehen. Auch für die Landwirte mit einer großen Rübenliefermenge ist das Parallelfahren ein Vorteil. So verkürzt sich die Verladedauer erheblich, wenn zwei Lademäuse gleichzeitig an einer Rübenmiete laden.
Leider können wir seit der Kampagne 2010 das Prinzip des "Parallelfahrens" bei den Lademäusen nicht (mehr) anwenden, da zur Zeit nur noch eine Lademaus zum Einsatz kommt.

Parallelfahren Maus
Gleichzeitiges Laden an einer Rübenmiete

 

 
 

externe Links

BISZ - Beratung und Information für den Süddeutschen Zuckerrübenanbau
 
 
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