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Eine Gruppe junger Agrarwissenschaftler hat auf europäischer Ebene eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen, um bestehende EU-Richtlinien zugunsten von neuen Züchtungsmethoden im Plfanzenbau zu ändern. Aktuell verbieten die Gesetze eine Nutzung von neuen Züchtungsmethoden in der EU, da sie rechtlich mit künstlich erzeugten GVOs (Gentechnisch veränderte Organismen) gleichgestellt werden. Somit können Pflanzen, die aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnissen und Technologien gezüchtet wurden, nicht genutzt werden, obwohl diese auch auf natürlichen Wege hätten entstehen können.

Gerade im Zuckerrübenanbau leistet die Pflanzenzüchtung einen enorm wichtigen Beitrag zur Züchtung neuer Sorten, die auch in Zukunft die Ertrags- und Qualitätsansprüche unserer Rübenanbauern auf der einen Seite als auch den Umweltaspekt auf der anderen Seite in Einklang bringen sollen. Herausforderungen sind dabei u.a. auf die Folgen des Klimawandels, auf Schadinsekten oder auf Pilze zu reagieren. Zielgenauigkeit und Geschwindigkeit in der Züchtung neuer Sorten sind dabei von immenser Bedeutung!

 

Damit die Bürgerinitiative erfolgt hat und ein Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden kann, sind EU weit mindestens 1 Million elektronische Unterschriften nötig!
Die Unterschriften können bis zum 25. Juli 2020 auf nachfolgender Online-Plattform abgegeben werden:

https://eci.ec.europa.eu/011/public/#/screen/home

Weitere Informationen (auf Deutsch) zu der Initiative:

https://de.growscientificprogress.org/

 

Die Initiative wird unterstützt vom Verband süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V.